top of page
Header_Web_Desktop.jpg

Freiheit des Denkens
              Castellio in Basel

Eine Veranstaltungsreihe der Internationalen Castellio Gesellschaft

Freiheit des Denkens
Sebastian Castellio in Basel

 

Ein Projekt über Toleranz, Humanität und den Mut zum eigenen Denken.

Basel war im 16. Jahrhundert ein Zentrum des freien Denkens – ein Ort, an dem neue Ideen erprobt wurden und an dem man offen über Glauben und Wissen diskutierte. Hier wirkte Sebastian Castellio (1515–1563), Humanist, Theologe und einer der ersten Toleranzdenker, der konsequent für Gewissens- und Glaubensfreiheit eintrat. Seine Botschaft gegen Ketzerverfolgung ist heute aktueller denn je:

 

«Einen Menschen töten heisst nicht, eine Lehre verteidigen, sondern: einen Menschen töten.»

Das Projekt «Freiheit des Denkens. Sebastian Castellio in Basel» nimmt das Jubiläum der Castellio-Gedenktafel zum Anlass, dieses bedeutende Basler Erbe mit Blick auf aktuelle gesellschaftliche Fragen wie Polarisierung, Intoleranz und Extremismus neu zu beleben.

Was erwartet Sie?

Ein abwechslungsreiches Programm aus Wissenschaft, Kultur und öffentlichem Dialog mit einer dichten Programmphase im November 2026, begleitet von Ausstellungen, die von September 2026 bis April 2027 laufen. 

4.11.26

Vernissage neuer Castellio-Bücher und Preisverleihung Kreativwettbewerb​

Grusswort: 1. Vizepräsidentin des Nationalrats Katja Christ / Laudationes: Dr. Noah Regenass / Musik: ReRenaissance / Umtrunk​​

Es werden drei bedeutende Neuerscheinungen präsentiert:

  • Das «Castellio-Lesebuch» mit einem Geleitwort von Bernhard Vischer und Beiträgen international renommierter Castellio-Forscherinnen und -Forscher: Dr. Christine Christ-von Wedel, Dr. Matthias Dall‘Asta, Dr. Peter Litwan, Prof. Dr. Barbara Mahlmann-Bauer, Dr. Mikkel Mangold, Dr. Uwe Plath, Dr. Stefania Salvadori, Prof. Dr. Ueli Zahnd.

  • Die Monographie «Sebastian Castellio zwischen Mittelalter, Reformation und Humanismus. Eine Darstellung seiner Toleranzideen im Dialog mit Figuren des Basler Münsters» von Dr. Christine Christ-von Wedel.

  • Rekonstruktion des lateinischen Originaltextes mit deutscher Übersetzung von «De haereticis non puniendis – Ketzer dürfen nicht bestraft werden» von Dr. Uwe Plath (Castellio-Preisträger 2026).​

18.30 Uhr / Kollegienhaus der Universität Basel (Hörsaal 102, 1. OG) / Petersplatz 1
Diese und weitere Publikationen zu Sebastian Castellio im Schwabe Verlag finden Sie auf www.schwabe.ch unter «Aktuelles & Neuigkeiten».

–​

5.11.26

Vortrag Prof. Dr. Aleida Assmann: «Toleranz als dynamischer Prozess»

Unter dem Titel «Toleranz als dynamischer Prozess» spricht die bekannte Kulturwissenschaftlerin Frau Prof. Dr. Aleida Assmann (Universität Konstanz). Ihre Rede wird eingeleitet durch die Grussworte des Kirchenratspräsidenten Prof. Dr. Lukas Kundert sowie des Regierungspräsidenten Conradin Cramer. Den musikalischen Beitrag gestaltet der renommierte Organist Prof. Dr. h. c. Daniel Glaus. Mit anschliessendem Umtrunk

18 Uhr / Basler Münster / Münsterplatz 9

–​

6.11.26

Podiumsdiskussion zu «Toleranz heute»

Eine vielseitig besetzte Podiumsdiskussion beleuchtet «Toleranz heute». Unter der Moderation von Sarah Dippel treffen Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen und der Politik aufeinander, um Castellios Fragen für die Gegenwart neu zu stellen. Es diskutieren Regierungsrat Mustafa Atici, Dr. Christine Christ-von Wedel, Prof. Dr. Erik Petry sowie Dr. Stefania Salvadori. Das Forum für frühe Musik ReRenaissance spielt Werke aus der Zeit von Castellio in Basel. Mit anschliessendem Umtrunk

18 Uhr / Kollegienhaus der Universität Basel (Aula 033, EG) / Petersplatz 1

 

–​

11.11.26

Vortrag Dr. Matthias Dall’Asta

Dr. Matthias Dall’Asta von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften spricht an der Universitätsbibliothek Basel über das Thema «Wenn Glaube und Kultur politisch werden: Reuchlin, Erasmus, Castellio und unser aller Toleranz».

18 Uhr / Universitätsbibliothek Basel / Schönbeinstrasse 18–20 / Vortragsaal (1. OG)

–​

18.11.26

Vortrag Dr. Christine Christ-von Wedel

«Der Toleranzdenker Sebastian Castellio und die Münsterfiguren». Musik aus dem 16. Jahrhundert mit Lorenz Bozzetta und Ensemble.

18.15 Uhr / Forum für Wort und Musik im Museum Kleines Klingental / Unterer Rheinweg 26 / Basel

–​

Vitrinenaustellungen

in drei Basler Kulturinstitutionen mit wertvollen Castellio-Handschriften und -Drucken aus dem Bestand der Universitätsbibliothek Basel (kuratiert von Dr. Yvonne Häfner).

28.8.–18.12.26 / Papiermühle Basel / St. Alban-Tal 37

15.9.26–16.3.27 / Universitätsbibliothek Basel (Lesesaalvitrine) im Hauptlesesaal / Schönbeinstrasse 18–20

19.10.26–19.4.27 / Historisches Museum Basel / Barfüsserplatz 7

–​

3.11. / 10.11. / 17.11. / 24.11.26

Veranstaltungsreihen zu «Toleranz und ihre Grenzen» und «Toleranz und Intoleranz»

in Kooperation mit der Volkshochschule beider Basel Infos und Anmeldung: VHSBB / T 061 269 86 66 / info@vhsbb.ch / www.vhsbb.ch

Vortrag Prof. Dr. Heiner Hastedt, Universität Rostock. «Toleranz muss schwerfallen, sonst ist sie keine. Eine steile These, philosophisch ganz aktuell diskutiert.»

3.11.26 / 18.30–20 Uhr / Kollegienhaus der Universität Basel / Petersplatz 1

Vortrag Prof. Dr. Michael Hermann: «Intolerant sind immer die anderen. Wie die Polarisierung zur Feindin der offenen Gesellschaft wurde.»

10.11.26 / 18.30–20 Uhr / Kollegienhaus der Universität Basel / Petersplatz 1

Vortrag Prof. Dr. Johanna Pink (Universität Freiburg im Br.): «Keine Toleranz ohne Fremdheit: Zum Status von Nichtmuslimen in muslimisch geprägten Gesellschaften.»

17.11.26 / 18.30–20 Uhr / Kollegienhaus der Universität / Basel / Petersplatz 1

Lektürekurs mit Prof. Dr. Maarten Hoenen: «Blickwechsel: Toleranz und Intoleranz». Anhand von Texten von John Locke, Pierre Bayle, Voltaire und Émilie du Châtelet erörtern wir die Begriffe Toleranz und Intoleranz. Wir befragen dieses fundamentale Prinzip menschlichen Zusammenlebens.

24.11. / 1.12. / 8.12.26 / 18.15–20 Uhr / Kollegienhaus der Universität Basel / Petersplatz 1

–​

21.10. / 24.10. / 31.10.26

Führungen zu Castellio in Basel

mit Dr. Christine Christ-von Wedel und Dr. Yvonne Häfner. Der Stadtrundgang folgt den Spuren Sebastian Castellios und führt zu den wichtigsten Orten seines Wirkens in Basel, wo der Humanist und Vordenker der Toleranz lebte, lehrte und starb.

21.10. / 24.10. / 31.10. jeweils 14–15.30 Uhr Treffpunkt: Basler Papiermühle / Anmeldung bis 15.10. unter: anmeldung@castellio.ch

Wer war Sebastian Castellio?​​

1515: Geburt von Sebastian Castellio in Saint-Martin-du-Fresne (Savoyen) als Sohn eines Bauern.

 

Humanistische Studien und Sprachstudium in Lyon; Erfahrung von Häretikerverbrennungen und Flucht vieler Reformierter.

1540–1541: In Strassburg Bekanntschaft mit dem Reformator Johannes Calvin (1509–1564). Danach Rektor des Collège de Rive in Genf (erste «Dialogi sacri», 1542).

1545: Nach einem Zerwürfnis mit Calvin Übersiedlung nach Basel. Tätigkeit als Publizist und Korrektor beim Drucker Johannes Oporinus (1507–1568). Lehrer u. a. von Basilius Amerbach (1533–1591), dem Sohn des Stadt-syndicus und Rechtsprofessors Bonifacius Amerbach (1495–1562). Seit 1553 Professor für Griechisch in Basel.

Nach der Hinrichtung von Michel Servet (1511–1553) in Genf intensivierter Einsatz für religiöse Toleranz. Veröffentlichung zentraler Schriften gegen Ketzerverfolgungen (u.a. «De haereticis an sint persequendi» von 1554). Herausgabe von zwei vollständigen Bibelübersetzungen (lateinisch 1551, französisch 1555) und Edition von Werken der griechischen Antike (Xenophon, Herodot, Diodor, Homer, Thukydides) sowie spätmittelalterlicher Erbauungsschriften («Theologia Deutsch» und «Imitatio Christi»).

Sebastian Castellio stirbt am 29.12.1563 in Basel.

Castellio_Gedenktafel.png

Markus Böhmer fecit (2016)

Kooperationspartner

Universitätsbibliothek Basel

Sponsoren

Claire Sturzenegger-Jeanfavre Stiftung

Eine Stiftung
aus Riehen

© 2026 Castellio. Alle Rechte vorbehalten.

RZ_Logo_Castellio_mit_Unterzeilen_weiss.

Comité

PD Dr. Michael Bangert (président)
Prof. Dr. Brigitte Hilmer (vice-présidente, direction)                                  
Prof. Dr. Reinhold Bernhardt
Dr. Uwe Justus Wenzel

 lic. phil. I Roger Thiriet (caissier)

Prof. Dr. Ueli Zahnd

Vérificateurs

Dr. Christine Christ-von Wedel

Dr. Gunnar Mikosch

Contact

Internationale Castellio Gesellschaft

Philosophisches Seminar der Universität Basel
Steinengraben 5
CH-4051 Basel

info@castellio.ch

Coordonnées bancaires

Basler Kantonalbank, IBAN CH46 0077 0254 2106 6200 1

SWIFT BKBBCHBB

bottom of page